Was ist Verfasste Studierendenschaft?

Beim Betrachten der Hochschulpolitik unterscheidet man in zwei unterschiedliche Selbstverwaltungen. Zum einen die Akademische Selbstverwaltung in der alle Statusgruppen der Universität (Professor*innen, wissenschaftliche Mitarveiter*innen, technisches und Verwaltungspersonal und Studierende) über die Belange der Universität entscheiden. Zum anderen gibt es die Studentische Selbstverwaltung, in der die Verfasste Studierendenschaft (VS) ihre eigenen Belange regelt.

Der VS gehören alle Studierenden einer Hochschule an. Sie ist eine teilrechtsfähige Gliedkörperschaft des öffentlichen Rechts und ihr Recht zur Selbstverwaltung ist in den meisten Bundesländern gesetzlich zugesichert (in Hamburg das Hamburgische Hochschulgesetz, kurz: HmbHG).

Akademische Selbstverwaltung

Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. [...] (§5 (3) Grundgesetz)

Die schon durch das Grundgesetz zugesicherte Freiheit von Forschung und Lehre drückt sich auch darin aus, dass die Universität über ihre Belange selber entscheidet. Dies tut sie zum einen innerhalb der Fakultäten auf Fachbereichsebene in Fachbereichsräten, auf Fakultätsebene in Fakultätsräten und auf Gesamtuniversitärer Ebene im Akademischen Senat.

In den Gremien sind alle Statusgruppen der Universität durch gewählte Vertreter*innen repräsentiert, die über die Belange der Universität beraten. Dabei haben (durch das Hamburgische Hochschulgesetz gefordert) die Professor*innen jedoch immer die absolute Mehrheit aller Sitze.

Die SItzunge aller Germien sind universitätsöffentlich. Die aktuellen Termine des Akademischen Senates finden sich hier.

Studentische Selbstverwaltung

Neben der Akademischen Selbstverwaltung haben die Studierenden (wenn auch leider nicht in allen Bundesländern) ihre eigenen Interessen selbst zu vertreten. Dies tun sie ebenfalls auf verschiedenen Ebenen. Zum einen werden von allen Studierenden einer Fachschaft/Fakultät alle ein bis zwei Semester die Fachschaftsräte gewählt, die sich für und mit ihren Kommilton*innen auf Fachbereichsebene einsetzen.

Zum anderen wählen alle Studierenden einmal im Jahr das Studierendenparlament, was sich um studentische Belange auf gesamtuniversitärer Ebene einsetzt. Eine besondere Verantwortung kommt dabei dem Allgemeinen Studierendenausschuss, (kurz (AStA) zu, der die Beschlüsse des Studierendenparlamentes umsetzt und eine Vielzahl von Veranstaltungen Bildungs- und Beratungsangeboten für die Sudierenden bereithält und in dem sich viele Studierende für die Interessen aller Studierenden einsetzen. Gewähl wird der AStA wird einmal im Jahr vom Studierendenparlament.

Neben einer Vielzahl von Beschlüssen und der Wahl des AStA legt das Parlament auch den Haushalt fest. Alle Studierenden tragen durch einen kleinen Teil des Semesterbeitrages zu diesem Haushalt bei, mit dem die Arbeit der Fachschaftsräte, des AStA, Veranstaltungen und Beratungsangebote finanziert werden.

Neben dem AStA gibt es noch teilautonome Referate. Diese werden von den Statusgruppen, die sie vertreten direkt gewählt und werden vom Studierendenparlamen bestätigt. Zur Zeit gibt es folgende teilautonome Referate: Das Queer-Referat, das Referat für Behinderte und chronisch Kranke (RBCS), das Referat für internationale Studierende und das Alle Frauen* Referat.

Kurz und knapp als Video: